Leben und TodLife and Death
Publikation · Hardcover · 200 Seiten · ISBN 978-3-00-072118-2 · Auflage 100 Stück · Hg. Ensemble 23
Publikation · Hardcover · 200 Seiten · ISBN 978-3-00-072118-2 · Auflage 100 Stück · Hg. Ensemble 23
„Leben und Tod“ ist ein Buch, über das, was so offensichtlich wie widersprüchlich oder vermeidenswert ist, da es in der Auseinandersetzung damit keine Distanz, kein Verschönigen oder Drumherumwurschteln gibt. Es ist eine Beschäftigung mit dem, was uns ausmacht, ein Innehalten und Reflektieren von dem, was uns immer umgibt und war, ist und noch kommt. Das Buch beschäftigt sich mit Dingen, Orten sowie Erfahrungen und Gedanken, die normalerweise unter dem Mantel des Alltags verdeckt sind und doch jeden einzelnen von uns immer wieder beschäftigen. Was wollen wir von unserem Leben? Wie soll es sein, wie wollen wir es verbringen? Wie gehen wir mit dem Bewusstsein über unsere eigene Endlichkeit und derer, die wir lieben, um? Wie stellen wir uns Undenkbares vor? Wie machen und denken wir es uns tragbar? In dem Buch hat jede Person einen eigenen „Raum“. Dieser Raum sind acht zusammenhängende Seiten mit jeweils zwei Zitaten, Fotografien und Farbbeschreibungen. Der Übergang von einer zur anderen Person ist nicht sichtbar. Ausgehend von dem gemeinsamen Gespräch haben die interviewten Menschen mit und ohne Behinderungen Orte und Gegenstände genannt, die sie mit „Leben und Tod“ verbinden. Diese habe ich dann im Nachhinein fotografiert. Dadurch, dass nicht genau bezeichnet ist, welcher Ort oder welches Objekt für das Leben oder den Tod steht, wird der/die Betrachterin auf eigene Vorstellungen, Lebensrealitäten und Ideen zu den Themen geführt. Ich habe zudem nach den Farben gefragt, die die Interviewten mit dem Leben oder Tod verbinden. Diese Farbbeschreibungen geben einen weiteren Einblick in die Vorstellung und Wirklichkeit von Leben und Tod. Wie die Fotografien und Zitate sind die Farbbeschreibungen ein Einblick in die individuellen Gedanken- und Lebenswelten. Das Buch „Leben und Tod“ ist eine Arbeit über das Einfachste und Schwerste. Eine Arbeit über etwas, das wir alle auf die eine oder andere Art und Weise erfahren. Ein Versuch etwas zu beschreiben und zu fassen, das unbegreiflich ist.
"Life and Death" is a book about something that is both obvious and contradictory, yet often avoided, because confronting it leaves no room for distance, beautification, or evasion. It is an engagement with what makes us who we are—an invitation to pause and reflect on something that constantly surrounds us, something that has been, is, and will be.
The book explores things, places, experiences, and thoughts that are usually concealed beneath the surface of everyday life, yet continue to occupy each and every one of us. What do we want from our lives? What should life look like, and how do we want to spend it? How do we deal with the awareness of our own mortality and the mortality of those we love? How do we imagine the unimaginable? How do we make it bearable, both in our thoughts and in our lives?
In the book, each person has their own “space.” Each space consists of eight consecutive pages, each containing two quotations, photographs, and color descriptions. The transition from one person to the next is not marked or made visible.
Based on conversations with the participants, people with and without disabilities named places and objects that they associate with “life and death.” I photographed these places and objects afterward. Because it is never explicitly stated which place or object represents life and which represents death, the viewer is invited to draw on their own ideas, lived experiences, and associations with the two themes.
I also asked the participants which colors they associate with life and death. These descriptions of color offer another insight into how life and death are imagined and experienced. Like the photographs and quotations, they provide a glimpse into each individual’s thoughts and lived reality.
"Leben und Tod" is a work about the simplest and the most difficult of things. It is a work about something we all experience in one way or another. An attempt to describe and grasp something that ultimately remains incomprehensible.