childhoodchildhood
Performance · 4 bis 6 Stunden · 2016
Performance · 4 bis 6 Stunden · 2016
Der Zuschauer sieht Fäden durch die Galerie der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig gespannt. Sie sind an den Wänden und am Boden befestigt und laufen alle an der gleichen Stelle zusammen – bei einer jungen Frau, die auf der Wand der oberen Etage sitzt. Sie trägt einen dunklen Anzug, an dem die Fäden befestigt sind. Neben sich hat sie eine transparente Kiste stehen. Sie sieht aus wie eine in der mal LEGO oder Planmobil gelagert wurde.
Es ist eine Vorratskiste in der sich mehrere hunderte bunte Perlen befinden. Diese Perlen zieht die Performerin über mehrere Stunden auf die gespannten Fäden auf und nach und nach entwickelt sich eine Art von buntem riesigen Netz, das sich durch den gesamten Raum spannt. Die Performerin reagiert nicht auf das außen, sie konzentriert sich auf das Aufreihen der Kugeln. Manchmal fällt eine Perle hinunter. Dieses Fallen verdeutlicht die gefährliche Situation, in welcher sich die Person befindet. Die Performance findet ein Ende, indem die Performerin aufsteht und in den hinteren Bereich der oberen Ebene geht. Das Weggehen lässt die Perlen von dem Faden gleiten und es entsteht ein lautes Klackern auf dem harten Boden. Die Arbeit ist zu Ende, sobald die letzte Perle fällt und man nichts mehr hört. · Die Arbeit beschäftigt sich mit der Kindheit, mit den vielen Dingen, die man erlebt und an die man sich als Erwachsener leider nicht mehr erinnern kann. Sobald die Schritte in Richtung Erwachsensein gegangen werden, wird viel von den erlebten Abenteuern vergessen.
Die Arbeit spielt auch mit dem kindlichen Leichtsinn, dem Ausprobieren und dem Recht des Kindes auf den eigenen Tod. Sie beschäftigt sich mit dem Schnitt zwischen Kindheit und dem Rest des Lebens und dem Ruck der damit einhergeht.
Teil der Ausstellung 'Not Really Made’, Galerie der HGB Leipzig, Leipzig Bilder
The viewer enters the gallery of the Academy of Visual Arts Leipzig and encounters threads stretched throughout the space. They are attached to the walls and the floor, all converging at a single point: a young woman sitting on the wall of the upper level. She is wearing a dark suit to which the threads are attached. Beside her stands a transparent plastic box, reminiscent of a container once used to store LEGO or Playmobil.
The box is filled with several hundred brightly colored beads. Over the course of several hours, the performer threads the beads onto the stretched lines. Gradually, a vast, colorful web emerges and expands throughout the entire room.
The performer does not react to anything happening around her. She remains focused on stringing the beads. Occasionally, a bead falls to the floor. Its fall emphasizes the precarious and potentially dangerous situation in which the performer has placed herself.
The performance ends when the performer stands up and walks toward the back of the upper level. As she moves away, the beads slide off the threads and fall to the hard floor below, creating a loud clattering sound. The work ends when the last bead has fallen and the space becomes completely silent.
The work explores childhood and the many experiences we accumulate but, unfortunately, can no longer remember as adults. As we take steps toward adulthood, many of the adventures and experiences of childhood gradually disappear from our memory.
The work also engages with the carefree recklessness of childhood—the impulse to experiment, to take risks, and the child’s relationship to their own mortality. It explores the rupture between childhood and the rest of life, and the suddenness of the transition from one to the other.